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Wunschgarten

Der Baumgarten ist ein Zukunftsort. Alles, was wir tun, richtet sich danach aus, dass hier in den nächsten 100 Jahren Bäume heranwachsen und dazwischen lebenswerte Flora und Fauna entstehen darf.  Wir sind uns bewusst, dass wir einen Prozess starten, der mehrere Lebenslängen von Menschen unfassen wird. Wir wollen genau das: Darüber nachdenken, wie dieser Ort in 100 Jahren und darüber hinaus aussehen wird.

Bernd Schmidt - der hiesige Autoschrauber - ist ein bunter Hund, kennt viele Leute. Sein Traum: eine Gemeinschaftswiese dicht im Dorf, wo sich Menschen treffen, klönen, anpacken, ausruhen, sich in die Augen gucken können. Ein Traum, den nicht wenige teilen. darum fiel die Idee, einen Streuobstanlage zwischen Eisdiele und Wiesenweg langfristig zu entwickeln sofort in offene Ohren.

3 ha Land bieten Platz für um die 300 Hochstämme, ungefähr.  Und sie rufen viele helfende Hände auf den Plan. Neben regelmäßgen Pflanzaktionen sind Bautreffen für gemütliche Sitzgelegenheiten, ein Schutzdach-Mandala ein Backofen auf der Tagesordnung.

Mit der Entwicklung des ländlichen Raums leisten die freiwilligen Helfer so wertvolle  Naturschutzarbeit, denn die Biodiversität erhöht sich signifikant. Gleichzeitig sind Streuobstwiesen Orte der Umweltbildung und Brauchtumspflege.

Gemeinsam lernen wir über unsere alten Geschichten dazu, setzen uns aber auch mit Möglichkeiten und Chancen einer Kulturlandschaft ein.

Treffpunkt

Im Dorf gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich mit anderen Menschen zu treffen. Neben der Kirche, der Eisdiele, der Feuerwehr fehlt es jedoch noch an einem jederzeit und niedrigschwellig nutzbaren Gemeinschaftangebot. Der Treffpunkt DER BAUMGARTEN regt gleichzeitig dazu an, etwas Sinnvolles und Gemeinsames zu tun. Hier können in Zukunft Feste gefeiert werden, touristische Angebote entstehen, streuobstpädagogische Veranstaltungen durchgeführt werden. 

Kulturlandschaft

Eine Streuobstwiese zeigt auf, wie Natur und Mensch zusammenleben können. Menschen erleben die Kraft der Natur, gestalten aber gleichzeitig, was sich darin wie entwickelt. Mit der Pflege und Nutzung wird - je nach Schwerpunkt - Naturschutz oder doch Obstau oder eben Bildung und Tourismus stärker ermöglicht. Unsere Fläche ist groß genug, dass sich viele Ideen und Ansätze darin erproben lassen. Als Kulturlandschaft entsteht die Wiese durch unser Handeln, wir lassen uns beim Gestalten von den Möglichkeiten und unseren Ideen leiten. Die Wiese wird wachsen und sich ständig verändern.

Heimat

Wo Menschen zusammenfinden, sind Gespräche und Lernen möglich. Erfahrene können noch erzählen, wie es früher war. Obstbau-Kundige zeigen, wie die Anlage gepflegt, geschnitten, beerntet wird. Heimatpflege und Brauchtum sind wichtige Haltefaktoren für Einwohner:innen und interessant für Gäste von außerhalb. Gleich nebenan befinden sich Kirche, Alte Schule, die alte Molkerei, in deren Chroniken und Büchern Geschichten aufgeschrieben sind. Unser Ortsname läd dazu ein, mehr über Vergangenheit zu forschen. Wenn die Obstbäume größer werden, Schatten spenden, wenn die Kleinprojekte auf der Wiese touistisch attraktiv werden, steigt der Erholungswert auf der Allmende.